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Was sagt die Statistik dazu? Im Rahmen einer Prozessvalidierung ist laut Plan (Basis AQL = 0,015) eine Stichprobe vom Umfang 800 zu ziehen. Was passiert eigentlich in der Sprache der Statistik, wenn nun die ursprüngliche Stichprobe von 800 auf 700 reduziert und darauf eine weitere Stichprobe vom Umfang 100 gezogen wird? (Von der ich weiß, dass sich keine fehlerhaften Teile enthält.) Erst mal steht die Aussage im Raum: „Unter 800 gezogenen Einheiten befand sich kein fehlerhaftes... Das Akzeptanzkriterium wird erfüllt und der betrachtete Prozess gilt (nun) als validiert!“ Es braucht keine Statistikkenntnisse, um zu vermuten, dass es nicht nur moralisch einen Unterschied bedeutet, wenn ich unangenehme Teile einer Stichprobe „ersetze“ und nochmals ziehe. Wie erkennen Sie aber genau, was durch unseren "Eingriff" passiert ist? Tun wir erstmal so als handle es sich um eine Zufallsstichprobe von n = 800 Einheiten, in der sich insgesamt x = 7 „schlechte“ Elemente befinden. Dann gilt als Schwätzwert (p) für den Fehleranteil in der Grundgesamtheit: p = x/n = 7/800 = 0.875% Der 95%-Vertrauensbereich für diesen Fehleranteil p in der Grundgesamtheit Wie vertragen sich dazu die Aussagen, die man erhält, wenn man die Stichprobe auseinanderzieht: Zunächst 700 Mal „gut“, dann 7 Mal „schlecht" in 100 Stück? Hierfür wird die Gesamtstichprobe (n = 800) gedanklich in eine 700er-Stichprobe (n1 = 700, x1 = 0) und eine 100er-Stichprobe (n2 = 100, x2 = 7) aufgeteilt. Als Fazit lässt sich folgern:
Besser wäre es, die Ursache der Inhomogenität zu ermitteln und zu eliminieren, um danach eine "echte" Zufallsstichprobe zu ziehen. |